Gemeinsame Übung mit insgesamt neun Feuerwehren Bei einer gemeinsamen Feuerwehrübung am Samstag, 6. Juni 2015, waren fast 150 Feuerwehrleute aus Bierhütte, Hohenau, Schönbrunn am Lusen,  Saldenau, Kirchl, Ringelai, Annathal, Mauth und Finsterau im Einsatz. Im Stadl des Anwesens von Max Scharringer in Bierhütte war ein Brand ausgebrochen. Hilferufe von Kindern drangen durch den Rauchschleier nach außen. Wenige Minuten später rückte die Feuerwehr an und die Rettung der Kinder konnte beginnen. Doch schnell gab es Entwarnung: Es handelte es sich zum Glück nur um eine Großübung der Feuerwehren. Die Einsatzkräfte hatten kein leichtes Spiel. An dem allein gelegenen Anwesen steht nur ein einziger Hydrant, dessen Kapazität für eine erfolgreiche Brandbekämpfung nicht ausreicht.

 

Schnell traf Einsatzleiter Matthias Küttner, 1. Kommandant der Feuerwehr Bierhütte, seine Einteilung. Die einzelnen Einsatzabschnitte Brandbekämpfung, Personenrettung und Wasserförderung waren sofort eingeteilt. Ein Problem stellte die für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung erforderliche Wasserzufuhr dar. Sofort wurde eine Wasserversorgung über eine Schlauchstrecke von 700 m Länge aus dem Weiher am Hotel in Bierhütte bis hin zum Einsatzort errichtet. Um das notwendige Wasser für eine erfolgreiche Brandbekämpfung und Waldbrandbekämpfung  heranzuleiten, war die Verlegung von zwei B-Leitungen erforderlich. Feuerwehrleute mit Atemschutz rannten in das fiktiv brennende Gebäude.

 

Nach 20 Minuten waren alle gefährdeten Kinder, gespielt von den "Flammenhopsern 112", gerettet und wurden erstversorgt und betreut. Mehrere Schlauchtrupps bekämpften den Brand und schirmten die angrenzenden Wohngebäude ab. Auch Funkenflug wurde verhindert, um Bränden in den nahen Waldstücken vorzubeugen.

 

Bei der Nachbesprechung am Feuerwehrhaus Unterkashof lobte Kreisbrandmeister Michael Feuchter den Einsatzwillen der beteiligten Feuerwehrleute. Er sprach die einzelnen Einsatzabschnitte an und betonte die Wichtigkeit des Zusammenwirkens der Einsatzleitung mit den Führungs- und Einsatzkräften. Auch Matthias Küttner, Vorbereiter und Ausrichter der Übung, war mit den gezeigten Leistungen zufrieden.

 

Der 2. Bürgermeister der Gemeinde Hohenau, Josef Gais, der während der Übung selbst als Feuerwehrmann in der Verkehrsregelung stand, dankte allen für ihr Engagement. "Manchmal sind es nur kleine Einsätze, weil früh um zwei Uhr ein umgestürzter Baum auf der Straße liegt. Ihr fahrt hin, beseitigt das Hindernis, fahrt um drei Uhr wieder heim und müsst um sechs Uhr auf die Arbeit," erklärte Josef Gais. Er betonte, dass alle Bürger froh und dankbar sind, dass es unsere Feuerwehrleute gibt, die sich 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereithalten, um zu helfen.

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